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Säugetiere in Costa Rica
Affen (Spanisch: Mono)
In Costa Rica gibt es vier Arten von Affen: Brüllaffen, Klammeraffen, Totenkopfaffen und Weisschulterkapuziner. Alle dieser Arten sind wichtig für die Verbreitung von Samen, da sie eine grosse Anzahl verschiedener Früchte verzehren. Alle Affen in Costa Rica sind gefährdet, die Totenkopfaffen sogar stark.
Brüllaffe
Klammeraffe
Totenkopfaffe (Spanisch: Mono Titi)
Weissschulterkapuziner (Spanisch: Mono de Cara Blanca)
Vorsicht mit diesen überaktiven Tieren, wenn Sie sie in Nationalpärken antreffen: Sie sind bekannt dafür, sich alles zu greifen, was nicht befestigt ist. Zudem kann es vorkommen, dass sie aggressiv werden, wenn Sie sich zu nahe in ihr Revier wagen.
Weisschulterkapuziner sind vor allem in den Nationalpärken von Manuel Antonio, Corcovado and Santa Rosa zuhause. Leider hat der illegale Handel mit Weisschulterkapuzinern in den letzten Jahren wieder zugenommen.
Jaguar
Jaguare können 2 Meter lang, einen Meter hoch und über 100 kg schwer werden. Auf dem amerikanischen Kontinent sind sie die grössten Katzen. Meist jagen sie nachts, da sie ausgezeichnete Augen haben. Ihre Beutetiere bestehen aus 87 Arten, welche Vögel, Wildschweine, Leguane, Affen, Faultiere und sogar Kaimane beinhalten! Jaguare sind Einzelgänger, die ihren Opfern im Busch auflauern. Ihr Jagdterritorium ist in der Regel zirka 30-40 Quadratkilometer gross.
Jaguare sind gefährdete Tiere, und ihr Lebensraum wurde in Costa Rica tragischerweise durch Abholzung der Regenwälder zerstört. Weil Jaguare riesige Jagdgebiete benötigen, ist es äusserst wichtig, dass zwischen den verschiedenen Nationalpärken des Landes Schutzkorridore errichtet werden, die den verfügbaren Lebensraum vergrössern.
Der Jaguar ist eine sogenannte “Schirm-Spezies”: Der von ihnen benötigte Lebensraum ist so gross, dass in Schutzgebieten für Jaguare automatisch auch eine grosse Menge anderer Tiere geschützt wird. Dies ist der Hauptgrund, weshalb Jaguare oft im Mittelpunkt von Schutzanstrengungen stehen. Nicht weil sie die Könige des amerikanischen Dschungels sind, sondern weil der Schutz von Jaguaren automatisch der Schutz eines gesamten Ökosystems bedeutet.
Ozelot (Spanisch: Ocelote)
Ozelote sind mittelgrosse Raubkatzen; mit einem Meter Länge und einem Gewicht von 10-15 kg sind sie etwa von der Grösse eines Hundes. Sie gehören zur Gattung der Leoparden und sind in ganz Mittel- und Südamerika zuhause. Ozelots sind nachtaktiv und jagen in einem grossen Gebiet von ca. 18 Quadratkilometern. Ihre Beute besteht aus Reptilien, Amphibien und kleinen Säugetieren. In Costa Rica findet man Ozelote am ehesten in den Nationalpärken von Corcovado, Santa Rosa, Monteverde und im Gebiet von Los Santos – sie sind aber nur sehr schwer ausfindig zu machen.
Nasenbär (Spanisch: Pizote)
Waschbär (Spanisch: Mapache)
Tapir (Spanisch: Danta)
Tapire findet man am ehesten in der Nähe von Bächen und Sümpfen, da sie sich gerne in der Nähe von Wasser befinden und gute Schwimmer sind. Sie können sich sogar auf den Boden eines Flussbett sinken lassen und dieses grasend hochwandern!
Nachdem der Tapir einst in zahlreichen Gebieten Costa Ricas zuhause war, starb er vor einigen Jahren beinahe aus. Da viele Sümpfe, bewaldete Hügel und Regenwälder verschwanden, reduzierte sich der Lebensraum der Tapire gefährlich. Heute hat sich die Tapirpopulation in den Nationalpärken von Corcovado und Tenorio am Besten erholt. Damit sich der Bestand dieser gefährdeten Spezies aber weiter erholt, müssen unbedingt Biologische Korridore errichtet werden. Mittlerweile wurde der Korridor “Path of the Tapir” errichtet, der die Schutzgebiete Los Santos, Chirripo, Corcovado und weitere Gebiete miteinander verbindet. Dies ist eine wichtige Initiative (die 1994 von engagierten privaten Akteuren angestossen wurde) zum Schutz der Tiere und war weltweit das erste Programm zur Erhaltung des Tapirs.
Tapire sind ein wichtiges Symbol zum Schutz der Wälder geworden, da sie sich vor allem in Primärwäldern (also Wälder, die nie abgeholzt wurden) wohl fühlen.
Von einer Tapirmutter ist bekannt, dass sie sich gerne in der Gegend um die Rangerstation Sirena im Nationalpark Corcovado aufhält; hier kann sie oft beobachtet werden, wie sie sich während des Tages im Schatten eines Baumes ausruht.
Nabelschwein/Pekari (Spanisch: Pecari)
Trotz ihres Rufes, aggressive Tiere zu sein, sind Pekaris für Menschen selten eine Gefahr. Mit ihren scharfen Hauern können sie zwar durchaus Verletzungen zufügen. Da sie aber sehr schlecht sehen, kann man sich unbemerkt zurück ziehen, wenn man sich ruhig verhält, wenn man ihnen begegnet.
Gürteltier (Spanisch: Armadillo)
Gürteltiere sind einfach an ihrem aus Horn- und Knochenplatten bestehenden Panzern zu erkennen. Armadillos sind ungefähr 50 cm grosse Einzelgänger, die man selten sieht, da sie nachtaktiv sind. Ihre Hauptnahrung besteht aus Ameisen, Termiten und anderen Insekten, die sie mit ihren scharfen Klauen ausgraben. Dank ihrem guten Geruchssinn können sie die Beutetiere bis 20 cm unter dem Boden ausfindig machen.
Fledermaus (Spanisch: Murciélago)
Fledermäuse, die sich von Nektar ernähren, sind wichtige Bestäuber für Pflanzen (wie Bienen und Vögel). Blüten, deren Pollen hauptsächlich durch Fledermäuse verbreitet wird, sind meistens weiss und öffnen sich in der Nacht damit sie leichter erkannt werden.
In der Nacht navigieren Fledermäuse mit einem Echolot-Sonar: Sie senden unzählige Ultraschallwellen aus und tasten die Umgebung in Sekundenbruchteilen nach wiederkehrenden Echos ab.
Interessante Fakten:
Fledermäuse gehören zu den Säugetieren mit der grössten Artenvielfalt, es gibt weltweit über 950 verschiedene Arten. In Costa Rica sind sie bei den Säugetieren die unangefochtenen Spitzenreiter: Von 200 Säugetierarten, sind 105 Fledermausarten.
Beutelratte/Opossum (Spanisch: Zarigüeya)
Beutelratten heissen so, weil sie mit ihren spitzen Nasen und unbehaarten Schwänzen Ratten sehr ähnlich sind; sie gehören aber nicht zur selben Familie (d.h Unterklasse). Am ehesten sieht man Opossi in der Nacht, wenn sie auf der Jagd sind. Diese Allesfresser essen alles, was ihnen über den Weg läuft und in ihr Maul passt. Da sie auch gerne Aas fressen, werden sie oft auf Strassen getötet, während sie durch Autos getötete Kadaver verspeisen.
Interessante Fakten:
Beutelratten sind sogenannte Beutelsäuger: Nur 15 Tage nach der Paarung gebären sie ihre Jungen. Die Kinder sind also fast noch Embroys, wenn sie auf die Welt kommen, und bleiben dann im Beutel der Mutter, wo sie für weitere 2 Monate gesäugt werden. Kängurus pflanzen sich ebenfalls auf diese Weise fort.
Opossi haben spezielle Immunsysteme, die sie gegenüber einer Vielzahl von Schlangenbissen unverwundbar machen. So sind sie immun gegen Bisse von Klapperschlangen und Grubenottern.